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Dienstag, Januar 31, 2006

Strafakte Frau L ist Wikipedia analog

Am Freitag, den 27. Januar 2006 wurde mit dem Blogeintrag "Wikipedia: Du bist Mitstörer" die Wikipedia anhand des Originalfotos als Mitstörer überführt und auf die zahlreichen höchstrichtlichen Rechtsprechungen des Bundesgerichtshof zur Mitstörerhaftung hingewiesen. Am Samstag, den 28. Januar 2006 wurde im Zitat der Woche "Verwässerung von Persönlichkeitsrechten" sowie im Bluff der Woche "Wikipedia gewinnt" schon durch die Hintertüre auf die diversen eindeutigen Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs hingewiesen, unter anderem auch auf die EG-Verordnungen und EG-Richtlinien.

Auf Anregung einiger Poster in den zahlreichen Kommentaren in diesem Blog scheint jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein, etwas mehr Gas zu geben. Dabei sei immer darauf hingewiesen, beim Lesen auch den Familiennamen von Tron im Hinterkopf zu behalten, um festzustellen, wie ähnlich auch nur die Parallelen sein können und dass das alles kein Zufall ist.

Zur Vorgeschichte und Sachverhalt

Eine Frau L. aus Schweden war - neben ihrer unselbständigen Beschäftigung als Reinigungskraft - als Katechetin in der Kirchengemeinde Alseda (Schweden) tätig. Sie besuchte einen Informatikkurs, in dessen Rahmen sie u.a. eine Startseite im Internet einzurichten hatte. Ende 1998 richtete Frau L. zu Hause auf ihrem eigenen Computer Internetseiten ein, um den Konfirmanden ihrer Gemeinde den Zugang zu Informationen, die sie möglicherweise benötigten, zu erleichtern. Auf ihren Antrag stellte der Administrator der Website der Kirche von Schweden eine Verbindung zwischen diesen Seiten und der Website her.

Die fraglichen Internetseiten enthielten Informationen über Frau L. und achtzehn ihrer Arbeitskollegen der Gemeinde; dabei wurde entweder der vollständige Name oder manchmal auch nur der Vorname genannt. Außerdem beschrieb Frau L. in leicht humoriger Weise die Tätigkeiten und Freizeitbeschäftigungen ihrer Kollegen. Bei einigen von ihnen bezeichnete sie die Familienverhältnisse, nannte die Telefonnummer oder erteilte weitere Informationen. Bei einer Kollegin wies sie darauf hin, dass sich diese am Fuß verletzt habe und partiell krankgeschrieben sei.

Frau L. hatte weder ihre Kollegen vom Bestehen dieser Internetseiten unterrichtet noch deren Einwilligung eingeholt, noch hatte sie ihr Vorgehen der Datainspektion (öffentliche Einrichtung zum Schutz von auf elektronischem Wege übermittelten Daten) gemeldet. Als sie erfuhr, dass die fraglichen Seiten von einigen ihrer Kollegen missbilligt wurden, entfernte sie sie sofort wieder.

Die Staatsanwaltschaft in Schweden leitete gegen Frau L. Strafverfolgungsmaßnahmen wegen Verstoßes gegen das PUL ein und beantragte ihre Verurteilung mit der Begründung, sie habe

  • personenbezogene Daten in einem automatisierten Verfahren verarbeitet, ohne dies zuvor der Datainspektion schriftlich gemeldet zu haben (Artikel 36 PUL),

  • sensible personenbezogene Daten, nämlich über eine Fußverletzung und eine Teilkrankschreibung, ohne Genehmigung verarbeitet (Artikel 13 PUL),

  • ohne Genehmigung verarbeitete personenbezogene Daten in ein Drittland übermittelt (Artikel 33 PUL).


Frau L. räumte den Sachverhalt ein, ließ sich aber dahin gehend ein, dass sie keine Straftat begangen habe. Nachdem sie vom Eksjö tingsrätt (Schweden) zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt worden war, legte sie gegen diese Entscheidung beim vorlegenden Gericht Berufung ein. Die Geldstrafe belief sich auf 4 000 SEK, wobei der nach den finanziellen Verhältnissen von Frau L. ermittelte Betrag von 100 SEK mit dem der Schwere des Verstoßes entsprechenden Koeffizienten 40 multipliziert wurde. Außerdem wurde Frau L. zur Zahlung von 300 SEK an einen schwedischen Fonds zur Unterstützung von Opfern von Straftaten verurteilt.

Die Einschaltung des Europäischen Gerichtshof

Da das Göta hovrätt Zweifel hinsichtlich der Auslegung des auf den vorliegenden Fall anwendbaren Gemeinschaftsrechts, insbesondere der Richtlinie 95/46, hatte, hat es das Verfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof zur Vorabentscheidung vorgelegt:

  • 1) Fällt die Nennung einer Person (mit Namen oder mit Namen und Telefonnummer) auf einer Startseite im Internet in den Anwendungsbereich der Richtlinie 95/46? Liegt eine ganz oder teilweise automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten vor, wenn auf einer persönlich eingerichteten Startseite im Internet eine Reihe von Personen genannt und Angaben über ihr Arbeitsverhältnis, ihre Freizeitinteressen u. a. gemacht werden?

  • 2) Wenn die vorstehende Frage zu verneinen ist: Kann die Einrichtung besonderer Seiten für etwa fünfzehn Personen im Rahmen einer Startseite im Internet mit Links zwischen den Seiten, die eine namentliche Suche ermöglichen, als eine .nicht automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten, die in einer Datei gespeichert sind oder gespeichert werden sollen, im Sinne von Artikel 3 Satz 1 angesehen werden?


Für den Fall, dass eine dieser Fragen zu bejahen ist, stellte das Hovrätt weiter folgende Fragen:

  • 3) Kann die Eingabe von Daten der genannten Art über Arbeitskollegen auf einer privaten Startseite, die jedoch für alle, die die Adresse der Seite kennen, zugänglich ist, aufgrund einer der Ausnahmen des Artikels 3 Absatz 2 der Richtlinie 95/46 als nicht unter die Richtlinie fallend angesehen werden?

  • 4) Gehört die Angabe auf einer Startseite, dass ein namentlich genannter Arbeitskollege sich den Fuß verletzt hat und partiell krankgeschrieben ist, zu den personenbezogenen Daten über die Gesundheit, die nach Artikel 8 Absatz 1 nicht verarbeitet werden dürfen?

  • 5) Die Übermittlung personenbezogener Daten in Drittstaaten ist gemäß der Richtlinie 95/46 in bestimmten Fällen verboten. Liegt eine Übermittlung von Daten in Drittstaaten im Sinne dieser Richtlinie vor, wenn jemand in Schweden mit Hilfe eines Rechners personenbezogene Daten auf einer Startseite, die auf einem Server in Schweden gespeichert ist, veröffentlicht, wodurch diese Daten Personen in Drittländern zugänglich werden? Wäre diese Frage genauso zu beantworten, wenn, soweit bekannt, niemand in einem Drittland tatsächlich Kenntnis von den Daten erlangt hat oder wenn sich der betreffende Server rein räumlich in einem Drittland befindet?

  • 6) Stellen die Bestimmungen der Richtlinie 95/46 in einem Fall wie dem vorliegenden Beschränkungen dar, die im Widerspruch zu den allgemeinen Grundsätzen im Bereich der Meinungsfreiheit oder zu anderen Freiheiten und Rechten stehen, die innerhalb der Europäischen Union gelten und u. a. eine Entsprechung in Artikel 10 der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten haben?

  • 7) Kann ein Mitgliedstaat unter den in den vorstehenden Fragen geschilderten Umständen einen weiter gehenden Schutz für personenbezogene Daten vorsehen oder den Anwendungsbereich der Richtlinie 95/46 erweitern, auch wenn keine der Voraussetzungen des Artikels 13 vorliegt?


Hierüber wurde intensiv beraten und ein richtungsweisendes Grundsatzurteil gesprochen, welches sich in der Tron-Sache und allgemein zur Wikipedia-Problematik anwenden lässt.

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshof

Der Gerichtshof hat auf die ihm vom Göta hovrätt mit Beschluss vom 23. Februar 2001 vorgelegten Fragen für Recht erkannt:

1. Die Handlung, die darin besteht, auf einer Internetseite auf verschiedene Personen hinzuweisen und diese entweder durch ihren Namen oder auf andere Weise, etwa durch Angabe ihrer Telefonnummer oder durch Informationen über ihr Arbeitsverhältnis oder ihre Freizeitbeschäftigungen, erkennbar zu machen, stellt eine ganz oder teilweise automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten im Sinne von Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie 95/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 1995 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr dar.

2. Eine solche Verarbeitung personenbezogener Daten fällt unter keine der in Artikel 3 Absatz 2 der Richtlinie 95/46 genannten Ausnahmen.

3. Die Angabe, dass sich eine Person den Fuß verletzt hat und partiell krankgeschrieben ist, gehört zu den personenbezogenen Daten über die Gesundheit im Sinne von Artikel 8 Absatz 1 der Richtlinie 95/46.

4. Es liegt keine Übermittlung von Daten in ein Drittland im Sinne von Artikel 25 der Richtlinie 95/46 vor, wenn eine sich in einem Mitgliedstaat aufhaltende Person in eine Internetseite, die bei einer in demselben oder einem anderen Mitgliedstaat ansässigen natürlichen oder juristischen Person gespeichert ist, die die Website unterhält, auf der diese Seite abgerufen werden kann, personenbezogene Daten aufnimmt und diese damit jeder Person, die eine Verbindung zum Internet herstellt, einschließlich Personen in Drittländern, zugänglich macht.

5. Die Bestimmungen der Richtlinie 95/46 enthalten als solche keine Beschränkung, die im Widerspruch zum allgemeinen Grundsatz der Meinungsfreiheit oder zu anderen innerhalb der Europäischen Union geltenden Rechten und Freiheiten steht, die u. a. dem Recht aus Artikel 10 der am 4. November 1950 in Rom unterzeichneten Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten entsprechen. Es ist Sache der nationalen Behörden und Gerichte, die für die Anwendung der die Richtlinie 95/46 umsetzenden nationalen Regelung zuständig sind, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen den betroffenen Rechten und Interessen einschließlich der durch die Gemeinschaftsrechtsordnung geschützten Grundrechte sicherzustellen.

6. Die von den Mitgliedstaaten zur Gewährleistung des Schutzes personenbezogener Daten getroffenen Maßnahmen müssen sowohl mit den Bestimmungen der Richtlinie 95/46 als auch mit deren Ziel im Einklang stehen, ein Gleichgewicht zwischen dem freien Verkehr personenbezogener Daten und dem Schutz der Privatsphäre zu wahren. Dagegen sind die Mitgliedstaaten durch nichts daran gehindert, den Geltungsbereich der die Richtlinie 95/64 umsetzenden innerstaatlichen Rechtsvorschriften auf vom Anwendungsbereich dieser Richtlinie nicht erfasste Bereiche auszudehnen, soweit dem keine andere Bestimmung des Gemeinschaftsrechts entgegensteht.

Auszug aus der Begründung

Artikel 3 Absatz 2 der Richtlinie 95/46 sieht zwei Ausnahmen von deren Anwendungsbereich vor.

Die erste Ausnahme betrifft die Verarbeitung personenbezogener Daten, die für die Ausübung von Tätigkeiten erfolgt, die nicht in den Anwendungsbereich des Gemeinschaftsrechts fallen, beispielsweise Tätigkeiten gemäß den Titeln V und VI des Vertrags über die Europäische Union, und jedenfalls Verarbeitungen betreffend die öffentliche Sicherheit, die Landesverteidigung, die Sicherheit des Staates (einschließlich seines wirtschaftlichen Wohls, wenn diese Verarbeitungen die Sicherheit des Staates berühren) und die Tätigkeiten des Staates im strafrechtlichen Bereich.

Da die Tätigkeiten von Frau L., um die es im Ausgangsverfahren geht, im Wesentlichen nicht wirtschaftlicher, sondern ehrenamtlicher und religionsgemeinschaftlicher Natur sind, ist zu prüfen, ob sie die Verarbeitung personenbezogener Daten, die für die Ausübung von Tätigkeiten erfolgt, die nicht in den Anwendungsbereich des Gemeinschaftsrechts fallen, im Sinne von Artikel 3 Absatz 2 erster Gedankenstrich der Richtlinie 95/46 darstellen.

Zu der auf Artikel 100a EG-Vertrag gestützten Richtlinie 95/46 hat der Gerichtshof bereits festgestellt, dass die Heranziehung von Artikel 100a EG-Vertrag als Rechtsgrundlage nicht voraussetzt, dass in jedem Einzelfall, der von dem auf dieser Rechtsgrundlage ergangenen Rechtsakt erfasst wird, tatsächlich ein Zusammenhang mit dem freien Verkehr zwischen Mitgliedstaaten besteht (vgl. Urteil vom 20. Mai 2003 in den Rechtssachen C-465/00, C-138/01 und C-139/01, Österreichischer Rundfunk u. a., Slg. 2003, I-0000, Randnr. 41 und die dort angeführte Rechtsprechung).

Die gegenteilige Auslegung würde nämlich dazu führen, dass die Abgrenzung des Anwendungsbereichs der Richtlinie 95/46 ungewiss wäre und von Zufälligkeiten abhinge, was ihrem Hauptzweck zuwiderliefe, die Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten einander anzugleichen, um Hindernisse für das Funktionieren des Binnenmarktes zu beseitigen, die sich gerade aus den Unterschieden zwischen den nationalen Regelungen ergeben (Urteil Österreichischer Rundfunk u. a., Randnr. 42).

Unter diesen Umständen wäre es unangebracht, den Ausdruck Tätigkeiten ..., die nicht in den Anwendungsbereich des Gemeinschaftsrechts fallen dahin auszulegen, dass in jedem Einzelfall geprüft werden müsste, ob die betreffende konkrete Tätigkeit den freien Verkehr zwischen Mitgliedstaaten unmittelbar beeinträchtigt.

Die in Artikel 3 Absatz 2 erster Gedankenstrich der Richtlinie 95/46 beispielhaft aufgeführten Tätigkeiten (nämlich solche nach den Titeln V und VI des Vertrags über die Europäische Union sowie Verarbeitungen betreffend die öffentliche Sicherheit, die Landesverteidigung, die Sicherheit des Staates und die Tätigkeiten des Staates im strafrechtlichen Bereich) sind jedenfalls spezifische Tätigkeiten der Staaten oder der staatlichen Stellen und haben mit den Tätigkeitsbereichen von Einzelpersonen nichts zu tun.

Daher ist davon auszugehen, dass die in Artikel 3 Absatz 2 erster Gedankenstrich der Richtlinie 95/46 als Beispiele aufgeführten Tätigkeiten dazu dienen sollen, den Anwendungsbereich der dort geregelten Ausnahme festzulegen, so dass diese nur für Tätigkeiten gilt, die entweder dort ausdrücklich genannt sind oder derselben Kategorie zugeordnet werden können (ejusdem generis).

Ehrenamtliche oder religionsgemeinschaftliche Tätigkeiten, wie sie von Frau L. ausgeübt werden, sind jedoch den in Artikel 3 Absatz 2 erster Gedankenstrich der Richtlinie 95/46 genannten Tätigkeiten nicht gleichzustellen und werden daher von dieser Ausnahme nicht erfasst.

Als Beispiele für die in Artikel 3 Absatz 2 zweiter Gedankenstrich der Richtlinie 95/46 geregelte Ausnahme werden in der zwölften Begründungserwägung dieser Richtlinie die Datenverarbeitung, die von einer natürlichen Person in Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten vorgenommen wird, sowie der Schriftverkehr und die Führung von Anschriftenverzeichnissen genannt.

Diese Ausnahme ist somit dahin auszulegen, dass mit ihr nur Tätigkeiten gemeint sind, die zum Privat- oder Familienleben von Einzelpersonen gehören, was offensichtlich nicht der Fall ist bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, die in deren Veröffentlichung im Internet besteht, so dass diese Daten einer unbegrenzten Zahl von Personen zugänglich gemacht werden.

Daher ist auf die dritte Frage zu antworten, dass eine Verarbeitung personenbezogener Daten wie die in der Antwort auf die erste Frage angeführte unter keine der in Artikel 3 Absatz 2 der Richtlinie 95/46 genannten Ausnahmen fällt.

(Zitat/Auszug aus der ausführliche Begründung zu der öffentlichen Sitzung in Luxemburg vom 6. November 2003, Volltext der Entscheidung des http://europa.eu.int/ zur 79968893 C190101 01)

Und jetzt blicke man erneut auf die von Zupla mitgeteilte http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Mann ff. und http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Frau ff. um festzustellen, wie dort massenhaft personenbezogene Daten von tausenden Personen erhoben, gespeichert, verarbeitet und weltweit verbreitet werden. Und wehe, einer der personenbezogenen Betroffenen möchte von dort wieder heraus (Tron, Boris F., Sven J., Hanna K., Kim Kimble Sch., Christian W., u.v.m.), schon ist die korrupte Wikipolizei da, sperrt diese Leute nach den Löschungen aus und presst die Rechtsverletzungen erneut in die Wikipedia hinein. Natürlich alles ohne Impressum zu den verantwortlichen Autoren und Wikipolizisten.

Update: Wie aus sicherer Quelle vermeldet, läuft die Sache mit der Beschlagnahme der Wikipedia-Rechner zwischenzeitlich auf Hochtouren. Die Wikipedia wird es überleben. Die selbsternannte Wikipolizei nicht.

Update: In der Zwischenzeit verweist auch der von Trons Eltern beauftragte Rechtsanwalt Friedrich Kurz in seinem Blog auf diese und andere EuGH-Entscheidungen.

Beschlagnahme der deutschen Wikipedia?

Iaal hat bei seinen Ermittlungen zur de.wikipedia.org eine interessante Analyse in einem seiner Berichte verfasst. Im schlechtesten Falle könnte demnach sogar eine Beschlagnahmung der deutschen Wikipedia de.wikipedia.org anstehen. Wie dumm kann man nur sein, wenn man es nur wegen einem einzigen Familiennamen soweit kommen lässt, nur weil man auf das AG Berlin nicht hört? Der Schuss mit der Sturheit deutscher Wikiadmins könnte völlig nach hinten losgehen. Aber man lese selbst.

Verbote gibt es zahllose und sie können manchmal ganz schön nerven, weil beispielsweise nicht einzusehen ist, weshalb ein schöner, saftig grüner Rasen nicht betreten werden darf. Wozu ist er denn da? Aber Verbote, Gebote, Regeln, auf deren Befolgung man sich weitgehend verlassen kann - auch wenn manches unsinnig erscheint - sind zugleich notwendig, sobald viele einander fremde Menschen auf relativ engem Raum zusammen leben.

Und damit sich möglichst alle an die gleichen Regeln halten wird Vieles, was erlaubt ist und was nicht erlaubt ist, in Gesetzen geregelt. Ob wir über eine rote Ampel gehen oder fahren dürfen, ob wir irgendwo ein Haus bauen dürfen, ob wir eine Banane ohne zu bezahlen nehmen können, meistens ist ziemlich klar, was richtig ist und was falsch. Manchmal ist man darüber aber auch unterschiedlicher Meinung, dann streitet man, und wenn es hart auf hart kommt sogar vor Gericht.

Bei den Ermittlungen in den USA, Japan und Spanien wurde festgestellt, dass die Rechner nicht in Florida bei Herrn Jimmy Wales stehen, wie viel zu oft angenommen wird. Tatsächlich werden die deutschen Inhalte der Wikipedia in den Niederlande auf dem 145.97.39.155-Rechner gespeichert.

Foto: Deutsche Wikipedia auf dem holländischen Rechner Nr. 145.97.39.155


Verantwortlich für diesen 145.97.39.155-Rechner ist folgende Person:



Mitverantwortlicher Techniker ist:



Geroutet wird der 145.97.39.155-Rechner direkt durch die RIPE in Amsterdam, bei der laut den hier vorliegenden Unterlagen und Zeugenaussagen lediglich nur die IP-Nummer 145.97.39.155 für die Inbetriebnahme und Zuweisung des 145.97.39.155-Rechner bestellt wurden:



Mit der eindeutigen Zuweisung des 145.97.39.155-Rechner und der IP-Nummer 145.97.39.155 wurde der Rechner über den Backbone an das Internet angeschlossen, so dass sich die rechtswidrigen Inhalte über diesen Backbone in das Internet insbesondere nach Deutschland verbreiten können:

Foto: So werden die Inhalte der Wikipedia von Holland nach Deutschland geliefert.


PO1-0.AR5.Amsterdam1.surf.net [145.145.162.2]

  • SURF.NET
    SURFnet bv
    P.O.Box 19035
    Utrecht, 3501 DA Netherland
    vgl. whois surf.net
     

  • SURFnet Network Services
    Radboudkwartier 273
    3511 CK Utrecht
    Netherland
    vgl. http://www.ripe.net/whois?145.145.162.2


Die Zeugen der SURF.NET (Backbone) haben den Domainnamen SURF.NET - der für die Aufrechterhaltung der Konnektierung zum Zwecke der Verbreitung rechtswidriger Inhalte ansprechbar ist - den Domainnamen SURF.NET über die folgende Organisation JA.NET abgesichert:

  • University of London Computer Centre
    20 Guilford Street
    London, London
    United Kingdom
    vgl. whois ja.net


Ein Eingriff in JA.NET der University of London Computer Centre wäre unverhältnismässig, allerdings ist zu empfehlen, sich von dort die Zeugenaussagen einzuholen und der Verdunklungsgefahr wegen die entsprechenden Beweismitteln über die Bestell- und Auftragsvorgänge zu beschlagnahmen. Derzeit ist die Konzentrierung auf "PO1-0.AR5.Amsterdam1.surf.net [145.145.162.2]" ausreichend.

Eine Stichprobe hat als Zufallsfund ergeben, dass sich auf dem 145.97.39.155-Rechner DE.WIKIPEDIA.ORG nebst der zahlreichen Persönlichkeitsrechtsverletzungen zu Lasten von etwa 1.000 Personen sich dort ebenso auch pornografisches und jugendschutzgefährdetes Material befindet, für das deutsche Systemoperatoren mit deutschem Wohnsitz verantwortlich sind. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch weitere rechtswidrigen Inhalte auf dem 145.97.39.155-Rechner befinden.

Mit Hilfe einer besonderen technischen Konfiguration und Netzwerkstruktur (siehe Anlage Blatt 812, Skizze 2) werden die Inhalte aus der Quelle des 145.97.39.155-Rechner an weitere Rechner der Wikipedia kopiert ("gecachet") und somit weltweit verbreitet. Es ist davon auszugehen, dass die Beschlagnahmung des 145.97.39.155-Rechners in der Niederlande zu einer erfolgreichen Sicherstellung von eindeutigem Beweismaterial führen kann. Aus diesem Beweismaterial lassen sich die IP-Nummern der Beschuldigten für das spätere Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren feststellen.

Herr Jimmy Wales bestätigt den Eingang des Schreibens und Kenntnis zu den Vorwürfen der postmortalen Persönlichkeitsrechtsverletzung in der Sache "Tron" zu haben, verweigert jedoch jede Stellungnahme, Zeugenaussage oder hierin einzugreifen, so dass davon auszugehen ist, die Entscheidung des Amtsgericht Berlins wird weiterhin ignoriert werden. Es wird angeregt, für den geplanten Deutschlandbesuch des Herrn Jimmy Wales zur "Wikipedia Academy" in Deutschland vom 15. bis zum 16. Juni 2006 einen entsprechenden Haftbefehl vorzubereiten.

Ausserdem wurde im Zuge der Ermittlungen ein weiterer Straftatsverdacht zum 195.114.99.123-Rechner der WIKIPEDIA.DE festgestellt. So werden beispielsweise Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber und andere Personen für Spendenzwecke zugunsten der anderweitig beschuldigten Wikimedia Deutschland e.V. und Arne Klempert missbraucht:



Es wird beim unbefangenen Leser dort von der Wikimedia Deutschland e.V. nebst der Irreführung der weitere Eindruck erweckt, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Gerhard Schröder, Edmund Stoiber hätten eine einstweilige Verfügung gegen die Wikipedia erwirkt, so dass im Zuge dieser solche sich die Wikimedia Deutschland e.V. finanzielle Vorteile durch höhere Spendeneinnahmen erhofft und dies womöglicherweise auch geschehen ist.

Foto: Bundeskanzlerin Angela Merkel


Eine Rückfrage beim Bundeskanzleramt sowie beim bayerischen Staatsministerium hat ergeben, dass den betroffenen Personen davon nichts bekannt ist und man werde rechtliche Schritte prüfen. Da über mehrere Zeugenaussagen bereits nachgewiesen werden konnte, dass diese technische Schaltung der beschuldigten Wikimedia Deutschland e.V. und insbesondere dem Beschuldigten Arne Klempert bekannt waren, dürfte Vorsatz nachgewiesen sein.

Der entstandene Schaden wäre über die anderweitig zuständige Staatsanwaltschaft festzustellen, eventuali wären die Bankkonten der Wikimedia Deutschland e.V. wie beispielsweise das Konto 3287300 bei der Bank für Sozialwirtschaft, Berlin (BLZ 10020500) zum Zwecke der sachdienlichen Ermittlungen bis auf weiteres zu beschlagnahmen und auf auffällige Spendenmehreinnahmen zu überprüfen.

Montag, Januar 30, 2006

Wikipedia: Eine Million Rechtschreibfehler?

Wikipedia hatte als Plattform für Verleumdungen, Plagiate und Falschmeldungen für Schlagzeilen gesorgt und nicht nur Fragen nach der Qualitätssicherung aufgeworfen.

Von vielen, auch öffentlichen Bildungseinrichtungen wird Wikipedia empfohlen, als Quelle im Deutschunterricht und sogar in Germanistik-Seminaren genutzt. Diese große Akzeptanz war für den Informationsdienst bildungsklick.de vergangenes Jahr ein Grund, sich näher mit der Qualität der Enzyklopädie zu beschäftigen. "Verlässlichkeit der Inhalte haben wir nicht thematisiert", berichtet Karl Diehl von bildungsklick.de. "Ausgangspunkt unseres Artikels war, dass wir beim Lesen von Beiträgen in der Wikipedia vergleichsweise häufig auf Rechtschreibfehler gestoßen sind." Für das Team um Diehl stellte sich daher die Frage, ob ein von öffentlich geförderten Bildungseinrichtungen empfohlenes Lehr- bzw. Nachschlagewerk nicht weitestgehend fehlerfrei zu sein habe.

"Orthografie ungenügend", hieß es dann, als das Bildungsklick-Team einige Artikel unter die Rechtschreiblupe nahm. Kein untersuchter Artikel war frei von formalen Fehlern: Wild wurde zwischen alter und neuer Rechtschreibung gewechselt, schludrig mit dem Genus umgegangen, munter mit den Zeitformen jongliert und bisweilen waren fehlende sinnhaltige Satzteile zu beklagen. Nach der Hochrechnung der strengen Korrektoren dürften sich demnach gut eine Million Rechtschreibfehler in der deutschen Wikipedia finden. (Zitat Berliner Literaturkritik vom 24.01.2006)

Wikipolizei: Das hässliche Gesicht der Wikipedia

Wikipedia ist keine Demokratie. Wie aber soll dann das Administrationsregime von Wikipedia genannt werden? Es ist die alte Frage, die immer wieder neu zur Diskussion steht: Wer kontrolliert die Kontrolleure? Ein Ex-Polizist der Wikipedia packt aus.

(Von Don Wikidonso)

Demokratie löst die Frage, indem sie die Gemeinschaft als Souverän einsetzt, der in Wahlen und Abstimmungen die Macht delegiert und diese Macht turnusgemäß wieder neu verteilt. Alle Machtausübung hat sich dem Willen des Souveräns unterzuordnen, nur in seinem Namen ist sie legitimiert. Ein weiteres Kontrollelement ist die Gewaltenteilung. Alles administrative Handeln muss nach Gesetzmäßigkeiten geschehen, es muss vorhersehbar, berechenbar und am Maßstab des Gesetzes überprüfbar sein.

Der Gesetzgeber darf nicht gleichzeitig der administrative Anwender der Gesetze sein. Die Rechtsprechung unterliegt einer unabhängigen Instanz, die von den anderen Gewalten geschieden ist. Jede Institution muss sich gesondert verantworten, und jeder Einzelne ist in ihr für seine klar eingegrenzten Zuständigkeiten zur Verantwortung zu ziehen. Diese Machtbalance wird in mehr oder weniger vollkommener Art in allen Gemeinwesen ausgeübt. Wie sachgerechtes Verwaltungshandeln praktiziert wird, ist damit im Einzelnen noch nicht gesagt. Wie sehen also die Methoden administrativen Handelns aus?

Überwachen und Strafen

Wikipedia ist eine Einrichtung, deren Überwachungsmöglichkeiten orwellsche Ausmaße haben. "Big brother is watching you!". Kein Edit unterhalb der Programmiererzuständigkeiten bleibt unbeobachtbar. Jeder Edit ist prinzipiell revidierbar.

Die Sonderstellung der Administratoren beruht im Wesentlichen auf das Privileg der Artikellöschung und auf der Blockadefunktion, Wikipedia-Seiten einzufrieren und einzelne Editoren auszusperren. Die Administratoren nehmen mit ihren Lösch- und Sperraktionen direkten Einfluss auf die Inhalte von Wikipedia; was in Wikipedia steht oder nicht stehen darf, ist Ausfluss ihrer Lösch- und Sperrentscheidung. Gleichzeitig üben sie eine Straffunktion aus, indem sie, unabhängig der funktionalen Sachgestaltung der Wikipediainhalte, vermeintliches oder tatsächliches Fehlverhalten mit Benutzersperrungen bzw. Namenssperrungen belegen.

Methoden der Herrschaftsausübung

Die Administratoren sprechen eine Sprache der Macht, die speziell auf ihre Machtausübung zugeschnitten ist. Diese Sprache bedient sich einer besonderen Begriffsbildung und eines besonderen Argumentationszusammenhangs.

Eine der Hauptthesen der Administration ist die Behauptung: "Wikipedia ist eine Meritokratie". Demokratie ist nicht möglich. Der dahinter stehende Anspruch ist diktatorisch. Weil die Benutzergemeinschaft ihre Kontrollfunktion nicht wahrnehmen kann, bleibt jede Berufung auf sie unverbindlich. Verpflichtet ist man einer ‚höheren Idee' im Sinne einer moralischen Intuition bzw. den eigenen "inneren Werten". Die Herrschaftslegitimation leitet sich aus einer nicht weiter hinterfragten Höherwertigkeit des Administrators gegenüber den anderen Editoren ab; der Administrator hat sich seine Höherwertigkeit durch überlegenes Handeln innerhalb der Wikipedia verdient. Die Macht legitimiert sich damit in einer Art Circulus vitiosus. Mittels seiner besonderen Machtfunktionen propagiert der Administrator seine Höherwertigkeit, und mit seiner Höherwertigkeit legitimiert er seine besonderen Machtfunktionen. Dass dieses System keine Kritik verträgt, wird nachfolgend noch aufzuzeigen sein.

In welcher Weise ist die besondere Kompetenz des Administrators mit einer besonderen Verantwortung gekoppelt? Die Antwort auf diese Frage ist die Behauptung, dass die Sonderrolle des Administrators mit keiner besonderen Verpflichtung verbunden ist. Der Freizeitherrscher sucht sich seine Aufgaben selber - unabhängig einer äußeren Funktionszuweisung, und er nimmt seine Rolle selektiv immer nur dann wahr, wenn er aus persönlichem Antrieb dazu Lust hat. Gleich einem mittelalterlichen Fürsten verteilt er seine Gunst und Ungunst gegenüber den anderen einfachen Editoren innerhalb seines virtuellen Herrschaftsgebiets, und dies geschieht abhängig von ihren Demutsbezeugungen und ihrem Unterwerfungsverhalten. Der Administrator wird zum Patron über seine Gefolgschaft.

Sowohl die Art der Eingriffe, als auch deren selektive Anwendung unterliegen keiner kodifizierten Regel. Die Formel dieses Willkürregimes lautet: "Sei mutig! Halte dich an keine Regeln!" Sie selbst hingegen erweisen sich als fleißige Gesetzgeber, und die Überwachung ihrer Normen wird gegenüber den einfachen Editoren mit einer pseudomoralischen Unerbittlichkeit sanktioniert, die sogar aus einer bloßen, eher unbestimmten Etikette (Wikiquette) einen sanktionierbaren Straftatbestand konstruiert.

Eine der Kernthesen der Administration im Rahmen ihrer Herrschaftsausübung ist der Anspruch, die Administration sei nicht nur für Entscheidungen über Sachinhalte zuständig, sondern habe auch noch die Kompetenz, für ‚gute Stimmung’ zu sorgen und dem gemäß für eine sanktionierbare "Sprachregelung" zu sorgen. Die kernigen Ausdrücke hierfür lauten: "Bitte nicht stören! Keine persönlichen Angriffe!" Die allgemeine Beruhigung der Diskussionsszene erfolgt mit einem administrativen Argumentations- und Ausdrucksverbot. Wer welche Ausdrücke und Argumente verwenden darf, bestimmt der Administrator nach Maßgabe seines Harmoniebedürfnisses.

Wie werden Störer dingfest gemacht?

Wikipedia ist ein offenes System. Jeder kann mitmachen. Anonyme Störer, die ihre Aufgabe darin sehen, sinnentstellte Inhalte zu verbreiten, sind nicht greifbar zu machen. Sie kommen und gehen und wechseln beliebig ihre IP-Nummern. Es bleibt nur übrig, ihre Inhalte gleich einem sich stets erneuernden Schmutzbelag zu beseitigen und damit gleich einem Sisyphus der Wikipedia-Entropie beständig entgegen zu wirken. So betrachtet, bleibt die eigentliche Jagd als Polizeiaufgabe notorisch fruchtlos. Der Schaden für die Schädiger bleibt läppisch, sie müssen sich nach jeder Sperrung unter einer anderen IP-Nummer ins Internet neu einwählen.

Greifbar bleiben nur jene, die sich eine Identität als Benutzer geben und ein mit ihrem Namen verbundenes Anliegen haben. Dieses Anliegen dürfte mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit das Schreiben von Wikipedia-Artikeln oder von Beiträgen zur Organisationsstruktur sein. Angemeldete Benutzer wollen, falls sie nicht eigentlich Administratoren werden wollen, Autoren sein und sie wollen, dass ihre aufgeschriebenen Inhalte mit ihrem Namen verbunden bleiben. Die Selbstbestätigung gewissermaßen als eine abgespeckte Form des Urheberrechts.

Das Hauptbetätigungsfeld der Wiki-Polizei ist demnach das Dingfestmachen von namentlichen Artikelschreibern, um sie zu disziplinieren, ihr namentliches Artikelschreiben zu unterbinden oder sie mit gänzlichem Namensentzug zu bestrafen. Ins besondere aber gilt dies für die Schreiber, die ihren Namen mit der Verbreitung kritischer Inhalte zur Wikipedia-Administration verbinden. Dingfestmachen wird mit Personifikation deckungsgleich.

Spätestens an diesem Punkt schlägt jede inhaltliche Auseinandersetzung um in Wikipedia-Politik. Bekämpft wird nicht mehr der verfehlte Inhalt, die falsche Aussage, das konkret belegbare Fehlverhalten, bekämpft wird nunmehr der "Feind", die feindliche Person.

Strafe bedeutet Personifizierung des Bösen, um es auszuschließen (ignoriere den Troll). Die Sperr- und Löschprotokolle geben ein beredtes Bild über die Identifizierung des Feindes. Belegt wird nicht das konkrete Fehlverhalten, etwa durch eine objektive Sachverhaltsschilderung eines unzulässigen Edits, der als solcher sanktioniert wird, sondern der Feind wird nur noch benannt: "Troll, Vandale, Klon, Pseudodemokratietroll, Beleidiger" usw., so als wäre durch eine derartige begriffliche Benennung schon irgendetwas argumentativ bewiesen, außer, als dass es sich um eine Identifizierung des ‚Feindes’ handelt, dem man die Gemeinschaftsfähigkeit aberkennt. Die beliebteste Formel der Feinderkennung lautet: eindeutig missbräuchlicher Mehrfachaccount und bestraft wird hier nicht etwa ein eindeutig unkorrekter Edit, der von einem Benutzer wieder eingestellt wurde, nachdem dieser eben für diesen gesperrt wurde, sondern sanktioniert wird die Tatsache, dass jemand aufgrund beliebiger kritischer Inhalte der "Feind sein könnte".

Am Ende wird das "Strafen auf Verdacht" zur hässlichen Norm und die vorrationale, mittelalterliche Wikipedia-Astrologie, die wilde Spekulation, wer welche Sprachwendung bevorzugt, wessen Inhalte typisch sind, wessen IP-Nummer eine häufige Ähnlichkeit mit der eines verstoßenen Benutzers aufweist, treibt seltsame Blüten. Das einstmals offene System wird zum Willkürregime gewendet, die Abschaffung der Offenheit daselbst gefordert, denn eine funktionierende Diktatur bedarf einer geschlossenen Gesellschaft und der Abschottung gegen Einflüsse von außen.

Nun ist nicht jeder Administrator und nicht jeder Lakai eines Administrators ein Wikipedia-Astrologe. Eine falsche, demokratiefeindliche Machtstruktur bringt jedoch immer die falschen Leute nach oben. Die falsch Angepassten und Feiglinge werden zur Norm, Innovation und Kritik werden verpönt. Das Wegschauen wird zur Tugend, und die argumentative, hochwertige Auseinandersetzung wird zur Seltenheit. So wird aus Kulturlosigkeit und dissozialem Unverstand ein System öffentlichen Mobbings, das den kultivierten Akademikern und Bildungsbeflissenen das erfolgreiche und vergnügliche Schreiben an Enzyklopädie-Inhalten versauert und Wikipedia ungenießbar macht.

Links

Sonntag, Januar 29, 2006

Bluff der Woche: Wikipedia gewinnt

Es gibt im Internet, vor allem bei Wikipedia, Leute in den Insiderkreisen, die können in der Tron-Sache nicht an weise und faire Entscheidungen von Richtern des Amtsgericht Berlin glauben. Zum Beispiel der kreischende Andreas Praefcke mit seinem "Hehe, so einen Blödsinn hab ich lange nicht gelesen. Guter Gag". Oder zum Beispiel einer von den verantwortlichen Wikipedia-Administratoren, der anonym bleiben möchte, mit seinem "Mann, so blöd kann man ja kaum mehr sein, das gehört polizeilich verboten. Es ist keine Domain, es ist auch keine Subdomain. Nachsitzen!", obwohl www.wikipedia.de/Familienname wie auch bei ourworld.compuserve.com/Familienname sehr wohl eine Domain ist und einen Bezug zum Familiennamen herstellt.

Es gibt aber auch Insiders bei Wikipedia, die wissen, dass es einen von vielen Iaals gibt, der die einstweilige Verfügung vorhergesagt und am 12.01.2006 davor gewarnt hatte. Aber dem hatte man mit löserischen Argument einer trolligen Verschwörungstheorie nicht geglaubt. Umso intensiver war dann später auch der Überraschungseffekt bei der Wikipedia, als dann tatsächlich am 17.01.2006 die von Iaal vorhergesagte einstweilige Verfügung gegen Wikimedia Deutschland e.V. eintraf.

Wenn eine Vorhersage getroffen wird oder ein alter §§-Hase seine Befürchtung als Meinung der Wikipedia mitteilt, wie das Amtsgericht Berlin denken könnte, und damit eine ganze Palette an Rechtsanwälte und Spitzenjuristen in Grund und Boden blamiert, denn spricht man bei dem Wikipedia-Administrator C. Löser von einem Verfolgungswahn. Oder man irreführt das Publikum mit einem "Ich würde nicht sagen, daß drei Tage Nachrichtenvorhersage was mit Verfolgungswahn zu tun haben. Diese Leute sind Feinde von Wikipedia" und "Solche Parasiten wird es immer wieder geben" - ohne dass Iaal auch nur einen Finger rührte, denn sein Wink mit dem Zaunpfahl war schliesslich nur seine Meinung. Wie verhext das nur sein konnte, vom Stuhl sind die Hexenverfolger dann nachher alle gefallen, dank sei dem Spendensammler Mathias Schindler, den man bitte nicht mit dem Spendensammler von Dr. Kohl verwechseln darf.

Und weil die Geschichte und der ganze Verlauf über diese einstweilige Verfügung so schön erheiternd und blamabel für die sturen Betonköpfe von Wikipedia Wikiprawda war, und weil - wie anders soll es auch sein bei der Wikipedia, wenn unnötige Kosten freilich immer irgendwie auf die Kappe der Spender gehen dürfen ohne dass laut der Vereinssatzung ein Vereinsbeschluss existiert, der es erlaubt hätte, überhaupt Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung einlegen zu dürfen um nicht vorsätzlich eigenmächtig zu handeln - man auch nicht an die Schlappe vor dem Amtsgericht Berlin glaubt, sei es auch einmal mehr Iaal gestattet, fies zu bluffen:

"...Der Verfügungsbeklagte Wikimedia Deutschland e.V., vertreten durch den unbekannten Vorstand, haben den Sachvortrag schlüssig vorgetragen und mit dem Ausdruck der Dokumentation fvmm.blogspot.com ff. glaubhaft gemacht, dass sie nicht Inhaber des Domainnamens wikipedia.de sind und somit nicht für die rechtswidrige Weiterleitungsschaltung verantwortlich sein können. Aus diesem Grunde war die einstweilige Verfügung aufzuheben. Anderweitige verfügungsrechtliche Ansprüche bleiben davon unberührt, können jedoch in einer eigenen Verfügungssache gegen den tatsächlichen Domaininhaber Arne Klempert geltend gemacht werden, da sowohl die Dringlichkeit als auch die Wiederholungsgefahr zu bejahen ist. (Rs. T-339/00 R EuGH Slg. 2001 II - 1721 vom 15.06.2001; Verordnung (EG) Nr. 1896/2000; Richtlinie 98/8/EG)..."


Sich selbst reimende Wikipedianers wie der sich über das Amtsgericht Berlin lustig machende Andreas Praefcke oder der böse zensierende Stephan Teschke, oder andere anonyme Administratoren der Wikipedia können diese oben vorgetragene Entscheidung jetzt glauben, oder auch im Hinblick zur sittenwidrigen Verwässerung von Persönlichkeitsrechten das nicht glauben. Sie brauchen bezüglicher Qualitätsfragen zu berühmten Dozenten nicht zu wissen, dass der andere Iaal beispielsweise in Sachen

"...09. LG Mue - 01 HKO 1317/98 - 26-01.1998 - 3D PC Explorer; 10. LG Mue - 04 HKO 3638/98 - 03.03.1998 - 3DexPlorer ; 13. LG Mue - 09 HKO 3868/98 - 05.03.1998 - 3DEXPlorer ; 07. LG Mue - 17 HKO 4540/98 - 23.04.1998 - iXplorer ; 12. LG Mue - 01 HKO 8859/98 - 19.05.1998 - explorer.de ; 11. LG Mue - 17 HKO 9192/98 - 25.05.1998 - explorer.de ; 03. LG Mue - 04 HKO 9760/99 - 08.06.1999 - FTP-Explorer ; 04. LG Mue - 09 HKO 12373/99 - 20.07.1999 - FTP-Explorer ; 06. LG Mue - 17 HKO 12376/99 - 21.07.1999 - FTP-Explorer ; 02. LG Mue - 09 HKO 22119/99 - 23.12.1999 - FTP-Explorer ; 01. LG Mue - 07 HKO 21194/99 - 09.02.2000 - FTP-Explorer ; 05. LG Mue - 04 HKO 22444/99 - 30.12.1999 - FTP-Explorer ; 21. LG Mue - 04 HKO 21648/00 - 25.01.2001 - FTP-Explorer ; 15. OLG Mue - 06 W 1563/99 - 30.04.1999 - FTP-Explorer ; 19. OLG Mue - 06 U 4564/99 - 23.12.1999 - (aus 9 HKO 6873/99) ; 17. OLG Mue - 06 W 1246/00 - 13.04.2000 - FTP-Explorer ; 20. OLG Mue - 06 U 2561/01 - 02.08.2001 - (aus 4 HKO 21648/00) ; 08. OLG Due - 20 U 78/98 - 24.11.1998 - 3DexPlorer ; 16. LG Koe - 31 O 48/99 - 20.01.1999 - Telco Explorer ; 14. LG Nue - 04 HKO 481/99 - 14.04.1999 - 3DexPlorer ; 18. OLG Ha - 04 U 33/01 - 15.05.2001 - FTP-Explorer;..."


bei deutschen Gerichten tätig gewesen ist, bevor er dann nachher als Markenkiller nebst der deutschen Webspace-Marke auch die europäische EU-Marke "Explorer" wegen Bösgläubigkeit, Lizenzerpressung und absoluter Schutzhindernisse in Alicante in Spanien bei dem EU-Markengericht OAMI rechtskräftig zur Löschung gebracht hat (C 238667/367). Böse Parasiten, Markenpiraten und borcherische Dotcomtöter, alles müssen sie bei der scheinheiligen Wikiboodia gagabuttmachen, Richter beim Bundesgerichtshof sind Trolle und das Amtsgericht Berlin gehöre natürlich polizeilich verboten. Hoch lebe Wikipedia mit seiner Wikipolizei, hoch lebe das unter Piratenflagge fahrende Narrenschiff unter der Führung von Captain Morgain Anneke Wolf.

Update: Etwa eine Stunde nach diesem Blogeintrag wurde Anneke Wolf beurlaubt. DW.

Samstag, Januar 28, 2006

Zitat der Woche: Verwässerung von Persönlichkeitsrechten

Leitsatz AG Berlin: Eine Person nur deswegen zu einer Person der Zeitgeschichte herbeizuführen, um damit aussichtslose Prozesse doch noch gewinnen zu wollen, stellt eine unzulässige Rechtsausübung und Vorwegnahme dar und ist somit wegen der unredlichen Verwässerung von Persönlichkeitsrechten rechtsunwirksam. (O-Ton IAAL)

Durch vorläufigen Rechtsschutz müssen weitere Namensnennungen durch den Beklagten vorläufig unterbunden werden. Daran ändere der Hinweis auf der Webseite nichts, weil der Namensschutz schon im Stadium der Suche einsetzen müsse. Dem Beklagten ist insoweit zuzustimmen, als eine international einheitliche Regelung für das Spannungsverhältnis zwischen Internet (zu Aufbau und Funktion des Internet s SZ 71/35 = ARD 4960/19/98 = ecolex 1998, 565 = MR 1998, 208 = RdW 1998, 400 = ÖBl 1998, 241 = GRURInt 1999, 358 - jusline) und Namensrecht wünschenswert wäre. Das Fehlen einer solchen Regelung kann aber entgegen seiner Auffassung nicht dazu führen, jedes Namensrecht abzulehnen, wenn der Eingriff durch die Verwendung eines Namens erfolgt. Soweit das nationale Recht einen Namensschutz kennt, muss dieser Schutz auch dann gewährt werden, wenn er wegen der Besonderheiten des Internets unvollkommen bleiben muss.

Im deutschen und österreichischen Recht ist der Namensschutz in § 12 BGB bzw. § 43 ABGB normiert. Danach kann auf Unterlassung und bei Verschulden auf Schadenersatz klagen, wem das Recht zur Führung seines Namens bestritten oder der durch unbefugten Gebrauch seines Namens (Decknamens) beeinträchtigt wird. § 12 BGB bzw. § 43 ABGB schützen den Namen einer Person [..] Objekt des Namensschutzes sind Bezeichnungen mit Namensfunktion; eine Bezeichnung hat Namensfunktion, wenn sie auf einen Namensträger als solchen oder auf ein Unternehmen hinweist (Schwerdtner in Münchener Komm3, § 12 BGB Rz 37 mwN).

§ 12 BGB bzw. § 43 ABGB richtet sich gegen den unbefugten Gebrauch eines Namens, wenn und soweit er den Namensträger beeinträchtigt. Ein Name wird gebraucht, wenn er zur Kennzeichnung einer vom Namensträger verschiedenen Person oder Unternehmung verwendet oder wenn ein Zusammenhang zwischen einem fremden Namen und den Erzeugnissen oder Einrichtungen eines anderen hergestellt wird. Der Gebrauch ist unbefugt, wenn er weder auf eigenem Recht beruht noch vom berechtigten Namensträger gestattet worden ist. Geschützt wird nicht die Exklusivität der Namensführung, sondern das mit ihr verbundene Interesse [..] Dieses Interesse ist bereits dann berührt, wenn der Anschein ideeller oder wirtschaftlicher Beziehungen zwischen dem Berechtigten und demjenigen erweckt wird, der den Namen gebraucht, wobei es auf den Eindruck ankommt, der durch den Namensgebrauch bei einem nicht ganz unbedeutenden Teil des Publikums entstehen kann. Der Schutz nach § 12 BGB bzw. § 43 ABGB setzt schließlich noch voraus, dass das beeinträchtigte Interesse schutzwürdig ist; die Schutzwürdigkeit ist durch eine umfassende Abwägung im Hauptsacheverfahren zu ermitteln (Aicher aaO § 43 Rz 6 ff, 16 ff; Posch aaO § 43 Rz 22 ff, 27f, jeweils mwN).

Richtig ist, dass die Internet Domain "www.wikipedia.de/wiki/Familienname" den Anschein von Beziehungen zwischen dem Inhaber der Homepage und dem Familienname erweckt. Dieser Anschein entspricht insofern den Tatsachen, als auch durch ein Diskussionsforum zum Thema "Familienname" eine Beziehung zu diesem Familiennamen hergestellt wird. Ob dies eine Beziehung ist, mit der ein Internetnutzer aufgrund der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Internet ebenso rechnet wie damit, dass er Informationen über den Familiennamen erhält, braucht nicht abschließend geklärt zu werden, weil dem Sicherungsantrag schon aufgrund der Gefährdung in der Verletzung von Namensrechten stattzugeben ist.

(Autor Iaal; FvMM sagt Herzlichen Dank an Iaal für die Vorabinfo)

Wikipedia: Kritik ist streng geheim

Insiders von Wikipedia und der Wikimedia Deutschland e.V. wissen, dass dieses Blog die einzige Stelle im Internet ist, bei der man das Originalfoto findet, das die konkrete Weiterleitungsschaltung zu Boris Familiennamen mit allen rechtsverletzenden Einzeldetails zeigt, welches die einstweilige Verfügung gegen Wikimedia ausgelöst hat.

Es ist streng geheim. Niemand bei Wikipedia darf es wissen, was für ein heikles Foto sich auf diesem Blog befindet. Für die Wikipedia bedeutet das, dass alle Links zu diesem Blog gelöscht werden müssen, sprich: Die Links zu Bloggers werden zensiert, wovor noch am 13.01.2006 gewarnt worden ist. Es darf um Gottes Willen ja bloss keiner darauf kommen und dieses Originalfoto in die Hände bekommen. Das Originalfoto, welches die Wikipedia eindeutig als Mitstörer überführt, ist absolut "Top Secrect", teilte der in Underground wühlende Top Agent Don Wikidonso 2.0 mit.

Foto: So zensiert die Wikipedia Beweismittel um Kritik zu unterschlagen


Auch wenn die grosse Wikipedia mit Enzyklopädie blufft, sie sei ein freies Nachschlagewerk für freies Wissen für jeden auf dieser Welt, alles darf man nicht wissen. Man darf nur das wissen, was für Wikipedia Wikiprawda gut ist und deswegen muss dieses Originalfoto irgendwie beiseite geschafft werden. Nur der Familienname von Tron, der muss natürlich angeprangert werden, als ob es keine Rechte mehr für Verstorbene bei der Wikipedia Deutschland gäbe.

Aus diesem Grunde sei gesagt, dass dieses Originalfoto ab sofort Freeware ist und jeder darf sich dieses Originalfoto herunterladen und selbst irgendwo im Internet auf seinem Blog veröffentlichen. Ein Link zu diesem Blog http://fvmm.blogspot.com/ als Quellenangabe wäre nett, ist aber kein Muss. Beschwerden sind bei dem deutschen Gladiatoren "JD" hier abzugeben., wenn es soweit kommt, dass mit all dem massenhaften Zensieren die Bloggers ihr eigenes "freies Nachschlagewerk für freies Wissen über die Wikipedia Wikiprawda" erstellen beginnen.

Freitag, Januar 27, 2006

Kurz: Herzlich Willkommen Herr Kollege!

Für Rechtsanwälte gibt es nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Gute Rechtsanwälte halten sich daran. Schlechte nicht. Diese Pflichen sind im deutschen Recht in der sogenannten Bundesrechtsanwaltsordnung festgelegt. Kurz: BRAO. So heisst es beispielsweise im § 43a Absatz 6 "Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, sich fortzubilden." Was hat das mit Tron zu tun? Viel.

Dieses Blog ist seit dem Freitag, den 13. online und wurde aus aktuellem Anlass - weil es kurz vor Zwölf bei der blonden Pedia schlägt - eben um 5 vor 12 Uhr eingeschalten. Natürlich beginnen die Autoren sich mit der Zeit zu interessieren, wer denn eigentlich alles dieses Blog liest. Gesagt. Getan. Zum Beispiel:

Friedrich was here.


Ein kurzer Blick zur Denic auf die Frage, wer dse.de ist, ergibt als Antwort die "InWEnt- Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH". Und wer mit Tron zu tun hat, weiss, dass die Eltern von Tron den Herrn Rechtsanwalt Friedrich Kurz beauftragt haben, wegen der postmortalen Persönlichkeitsrechtsverletzung gegen die Wikimedia vorzugehen, nachdem die deutschen Administratoren auf Kosten von Jimbo Wales einen auf stur machen. Friedrich hat ebenfalls ein Blog, welches - wie anders soll es auch lauten - von ihm friedrich.wordpress.com benannt wurde.

Daraus könnte man zum Beispiel folgendes schliessen: Friedrich bildet sich bei der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung GmbH fort und erfüllt damit vollumfänglich seine Pflichten als Rechtsanwalt. Respekt, Friedrich! Du machst das! Herzlich willkommen, Friedrich! Vielleicht möchtest auch Du zusammen mit Henriette und AMM ein biss'chen in den Kommentaren knuscheln kommen? Oder mit anderen Worten: Die Rechtsanwälte der Wikimedia können sich hier in diesem Blog und bei Friedrich eine grosse Scheibe abschneiden, falls sie überhaupt noch Bock auf die anwaltschaftliche Vertretung von Wikipedia haben. Iaal würde im Hinblick auf "Du bist Deutschland! Du bist Mitstörer!" empfehlen, das Segeltuch zu streichen. Und jetzt lese man bitte diesen Blogeintrag nocheinmal von vorne.

Tron: Du bist Mitstörer!

Aus gut unterrichteten Kreisen wird gemeldet, dass der Vorstand der Wikimedia Deutschland e.V. über einen Arne Klempert zu behaupten zu versuchen habe, die Weiterleitung zu Tron sei abgeschaltet. Das wurde offenbar auch in der Gerichtsakte beim AG Berlin so zu belegen versucht. Aus diesem Grunde gibt es bezüglich der einstweiligen Verfügung Zweifeln. Kein Problem und diese Zweifeln lassen sich mit besten Wissen und Gewissen ausräumen.

Es ist wie im richtigen Leben. Die einen sagen es so. Und die anderen so. Man kann durchaus in verschiedener Meinung sein. Doch wenn der eine etwas den anderen Vereinsmitgliedern vorgaukelt, um sie für dumm zu verkaufen, diese Leute dann auch noch dank Don Wikidonso draufkommen sollen, dann kann das böse enden. Zum Beispiel so:

"Wie Ihr vielleicht wisst, wurden Aufrufe der Domain wikipedia.de bisher 1:1 an die Domain de.wikipedia.org weitergeleitet, so dass URLs nach dem Muster wikipedia.de/wiki/Artikel direkt zum entsprechenden Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Artikel führten. Seit heute werden nur noch Aufrufe auf die Hauptseite direkt zur Wikipedia weitergeleitet. Bei allen anderen erfolgt ein Hinweis auf die korrekte URL des Artikels." (Zitat Arne Klempert, 13.11.2005)


Abgesehen davon, dass man selbst auf diese Links anklicken kann, um festzustellen, dass es dem nicht so ist, es gibt auch ein am 12.01.2006 um 12:45 Uhr geschossenes Foto zum Tron-Fall beim Verfügungsverfahren vor dem AG Berlin, welches sich aufgrund Mathias Schindler Fehlverhalten gegenüber einem IAAL ("Der Benutzer wurde für seine sachliche Kritik für 2 Stunden gesperrt") in der Akte des AG Berlins befinden dürfte:

Foto: Was ist eine Mitstörerhaftung? Ohne Worte, oder: Eine Disclaimer-Verarschung.


Goldig, nicht? Am lustigsten ist dann auch noch die dort aufgeführte Disclaimer-Verarschung:

"Die Domain wikipedia.de wird betrieben von Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V."


Was ist eine Mitstörerhaftung? Ein reiner Trollartikel von Richtern beim Bundesgerichtshof. Also: Ohne Worte, befiehlt Wikipedia Wikiprawda. Sie will nicht Mitstörer sein. Du bist Deutschland! Du bist Mitstörer!

Donnerstag, Januar 26, 2006

PR: Wikipedia und Boocompany ignorieren Sicherheitslücke

Mit einem gewaltigen Tsunami durch die halbe Presselandschaft ging Boocompany Web 1.0 mit neuen Meldemöglichkeiten zu Boos, Finals und Insiders online. Ausgeboot werden sollte künftig jeder und nicht nur die New Economy.

Doch dass ein Tsunami auch Schattenseiten mit sich bringt, war naturgemäss zu erwarten: Eine Sicherheitslücke bei Boocompany Web 1.0 lässt ausgerechnet die Wikimedia auffliegen, die zuvor in Sachen "Tron" eine einstweilige Verfügung kassierten.

Memmi und Don Wikidonso Web 2.0 verpacken diese peinliche Realstory über die Boocompany in einer märchenhaften Kindererzählung und belustigen sich ganz im Jamba-Spreeblick-Stil über das löchrige Web. Und beweisen: Web 1.0 ist "out", Web 2.0 ist "in".(bhk)

Web: http://fvmm.blogspot.com/
Web: http://www.boocompany.com/
Web: http://www.spreeblick.com/2004/12/12/jamba-kurs/

Quelle: http://fvmm.blogspot.com/2006/01/tron-wenn-wikideppen-fehler-machen_26.html

Kontakt: Bettina H. Karl (bhk)

Abdruck honorarfrei. Um Belegexemplar wird gebeten.

Tron: Wenn Wikideppen Fehler machen

Meine lieben Kinder. Heute möchte ich Euch eine Geschichte erzählen. Eine ganz lustige Geschichte von einem Wikideppen. Ein Depp zu sein ist keine Beleidigung, gibt die Wikipedia selbst zu. Depp, das ist nämlich das andere Wort für Idiot. Und was alles in Gottes Namen könnte ein Idiot sein und wo wohl könnte ein Depp bei der Wikimedia gefunden werden? Das braucht, meine lieben Kinder, erst einmal eine Ausschlussklausel, bevor die lustige Geschichte beginnen kann. Und wir alle uns einmal mehr über die Wikimedia kaputtlachen können.

Liebe Wikipedia. Was ist ein Depp? Was ist ein Idiot? Bist Du so lieb und sprichst Du uns das bitte vor? Auja, Du bist aber goldig:

"Der Idiot (von griechisch ?d??t??, idiótes "Privatmann", "einfacher Mensch"; im Sinne von "ungeübter Laie", "Stümper" zu lateinisch idiota, idiotes) war in der griechischen Antike ein Mensch, der sich weigerte, sich politisch zu engagieren. Später wurde der Begriff allgemein auf Laien oder Personen mit einem geringen Bildungsgrad angewandt. Gelegentlich, wenn auch selten, heute noch in der ursprünglichen Bedeutung in Verwendung. Erst in neuerer Zeit wird der Begriff "Idiot" als Schimpfwort benutzt, synonym zu "Dummkopf", "Schwachkopf" und "Narr", um einen (vermeintlich) törichten Menschen abwertend zu bezeichnen. In der Medizin ist der Begriff "Idiot" (bzw. Idiotie) als Bezeichnung für einen geistig behinderten Menschen mit einem Intelligenzquotienten unter 20 heute vollständig verschwunden."
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Depp ; http://de.wikipedia.org/wiki/Idiot )


Der folgende Satz in den oben genannten Ausführungen der Wikipedia wird hier erst einmal gestrichen, nur um dies einmal im vornherein klar zustellen:

"Erst in neuerer Zeit wird der Begriff "Idiot" als Schimpfwort benutzt, synonym zu "Dummkopf", "Schwachkopf" und "Narr", um einen (vermeintlich) törichten Menschen abwertend zu bezeichnen."


Es geht also, liebe Kinder, in Zusammenhang mit Wikipedia oder Wikimedia nicht darum, eine (vermeintlich) törichte Person mit einem "Depp" oder "Idiot" als abwertend zu bezeichnen. Das tut man nicht. Im Gegenteil. Es geht darum, Wikimedia aufzuwerten und etwas mit einer Aufklärung klarzustellen. Und hierzu muss man etwas zur Geschichte wissen. Höret mir, oh Kinderlein, gut bei meinem Märchen, ähm, meiner Satire zu:

Jimbo in Wunderland

Es war einmal ein Jimmy in Wunderland, der hatte sich die für jeden erhältliche Wikisoftware einmal heruntergeladen und sie auf seinem Server installiert. Wie so viele andere auch, machte er sich mit dieser Wikisoftware vertraut. Doch nun stand sie vor ihm, die Wikisoftware, und sagte nichts. Sie schaute Jimmy stumm und schweigend an. Es fehlten ihr nicht nur die Worte, sondern auch der Name. Und so begann Jimbo, wie ihn seine Freunde nennen, an diesem Baby einmal zu testen. Um ihr etwas beizubringen, damit es strampeln lernte.

Er nahm ein Lexikon, suchte sich irgendeinen Begriff heraus und gab den Text in diese Wikisoftware ein. Einfach nur so zum Testen. Sie funktionierte prächtig und sie begann den Begriff zu verstehen. Sie plapperte ihm wie ein Papagei alles nach. Doch wird sie eines Tages auch noch aufrecht laufen können, wenn sie in ihrem Kopf mit so vielen Begriffen in aller Welt herumlaufen muss? Jimbo wusste das nicht. Mit seinen schlechten Erfahrungen in der Softwarelandschaft war er mit all den Jahren skeptisch geworden. Er begann mehr und mehr Begriffe vom Lexikon herauszusuchen und in das Eingabefeld seiner Wikiinstallation einzutippen. Er begann mehr und mehr selbst Wörter zu erklären, weil ihm das ständige Geblättere in Offline-Land nervte. Online, das war viel schöner. Und schneller.

Und jedes Mal, als ihn zu Hause vor dem Kamin eines seiner eigenen Kinder nach einem Begriff fragte, er dies erklärte, hatte er wieder einen neuen Eintrag in seinem Lexikon parat. Das ging eine Zeitlang so weiter. Auch seine Frau bekam etwas davon mit. Denn wenn Jimbo einmal nicht zu Hause war, konnte auch seine Frau dieses Baby füttern. Oder Jimbo verbrachte seine langweiligen Reiseabende mit dem Ausbau seines Werkes, indem zusammen mit seiner Frau über das Internet das Baby fütterte. Warum sie es beide taten, wusste niemand. Vielleicht war es die Herbeiführung eines Gesprächsstoffs, um langweilige Diskussionsabende zu Hause zu retten. Irgendwann einmal nannten sie ihr Mädchen "Pedia".

Fräulein Pedia

Eines Tages erschien eine Fee in Jimbo's Wikisoftware in Onlineland. Sie sprach gute Dinge zu ihm, lobte ihn für die liebevolle Pflege seines digitalen Babys namens Pedia, welches zwischenzeitlich schon zu einem Vorschuldkind herangewachsen war. Als Belohnung für die guten Taten versprach die Fee ihm einen freien Wunsch. "Hoffentlich liest keiner den Mist", sprach Jimbo zu der Fee. Und prompt wurde ihm der Wunsch erfüllt und aus dem Nichts kamen wildfremde Leute zu Jimbos Pedia. Und sie begannen Pedia zu korrigieren. Und sie begannen Pedia zu belehren. Und sie begannen Pedia zu formen. Sein ehemaliges Baby, sein Vorschuldkind, seine Pedia wurde gross und erwachsen. Und über 18 Internetjahre alt. Pedia, die Traumfrau vieler Männer, sie hatte nun alles was sich ein Mann nur wünschen konnte: Blond, blaue Augen, pralle Brüste, knackigen Po, geile Brustwarzen und eine saftige Muschi. Und obendrauf wurde Pedia auch noch ganz gescheit und kannte Fremdwörter: Flagellantismus, Hojojutsu, Risk Aware Consensual Kink.

Pedia, die Traumfrau, an der sich orgasmusieren lies, sie begann nicht nur Laufen zu lernen, sondern sich auch zu klonen und als Klon sich in Lichtgeschwindigkeit fortzubewegen. Nämlich, bis nach Deutschland. Nämlich nach Berlin. Nämlich zur Wikimedia Deutschland. Und dort schnappte man sich die geklonte Pedia und registrierte sich hierzu die Wikipedia.de:

  • Domain: wikipedia.de
    Domaininhaber: Arne Klempert
    Wiener Strasse 7
    10999 Berlin


Domaingrabbing durch die Blume

Arne ist allerdings nicht so doof, wie er vielleicht aussieht oder manchmal schaut, wenn wikipedia.de weg ist, weil sie am 1. November 2003 abgelaufen war und man die Neuregistrierung vergessen hatte. Und damit später der Eintrag zum Domaininhaber nicht so nach einem Domaingrabbing aussieht, baute Arne Klempert sich unten dran einfach nur die Zeile "Wikimedia Deutschland e.V." hinzu.

  • Domain: wikipedia.de
    Domaininhaber: Arne Klempert
    Wikimedia Deutschland e.V.
    Wiener Strasse 7
    10999 Berlin


Mit diesem völlig uninteressanten Zusatz würde Arne gar nicht so gross auffallen, was es zum Beispiel die Frage zur bösgläubigen Domainregistrierung betrifft. Sie lässt sich mit der Redlichkeit vereinbaren und mit Weiterleitungsschaltungen von der Wikipedia.de zur Wikipedia.org sicher irgendwie "offiziell harmonisieren". Alles muss man auch nicht offenbaren.

Im Amtsgericht Berlin eingetragene Vereine, kurz "e.V.", sind im deutschen Recht eigene Personen, die klagen oder ebenso auch verklagt werden können. Man nennt sie "juristische Person", weil es keine natürliche Person ist, mit der man zwangskuscheln kann. Um auf den Eintrag zum Domainnamen Wikipedia.de zurückzukommen: Würde der Domainname tatsächlich der juristischen Person "Wikimedia Deutschland e.V." gehören, dann müsste der Eintrag zur Zeile Domaininhaber logischerweise so lauten:



Gute Vergleichsbeispiele hierzu sind:



Nicht aber so bei Arne Klempert und seiner Wikipedia.de. Der Domainname Wikipedia.de gehört gar nicht der Wikimedia Deutschland e.V., sondern dem Arne Klempert, sagt die Domain Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft eG (DENIC). Dann aber wäre eigentlich Arne Klempert diejenige Person, die bezüglich des Domainnamens Wikipedia.de klagen oder verklagt werden kann. Zum Beispiel, was es wegen den technischen Weiterleitungen zu Tron aka Boris F. und seinem postmortalem Persönlichkeitsrecht betrifft. Und nicht die Wikimedia Deutschland e.V., wie es die WHOIS-Ausgabe der DENIC so Verfahrensbeteiligte festlegen möchte.

Wikipedia zensiert Boos bei der Boocompany

Don Wikidonso, der Insider von Wikipedia, beschäftigt sich seit über einem Jahr mit Arne Klempert und diversen mysteriösen Vorgängen bei der Wikimedia Deutschland e.V. Der gute alte Tekkie und seine Querdenke, weiss, wann Arne nachts ins Bett geht, wann Arne in der Früh aufsteht, wann Arne während der Arbeitszeit trotz laufender Gehaltszahlungen bei Wikipedia spielt, wann Arne wohl Mittagspause macht. Und wann Arne abends wieder ins Bett geht. Don Wikidonso 2.0, der Spezial-Agent von Wikipedia, der Top-Maulwurf bei der Wikipedia Wikiprawda, weiss alles, was hinter den Türen tatsächlich abgeht und wo man einen Maulwurfhaufen hinterlässt.

Als die Lästerecke Dotcomtod/Boocompany nunmehr zusätzlich mit neuen Meldemöglichkeiten zu Boos oder Insiders online gegangen ist, begann Don Wikidonso bei der Boocompany drei Boos über die Wikimedia Deutschland e.V. zu posten. Eigentlich nur hauptsächlich wegen der Tron-Sache und dem Familiennamenfetischismus der Wikipedia. Diese drei Boos wurden von Lanu's Boocompany erst gar nicht veröffentlicht, sondern sofort gelöscht. Nanu? Die Kritik über Wikipedia bei Boocompany gelöscht? Wie nur konnte das passieren, fragte sich Don Wikidonso. Und diese neue Überraschung brachte ihn ins Staunen, denn er kannte dieses ähnliche Verhalten bereits schon bei der Wikipedia Wikiprawda und deren deutschen Administratoren aus Hamburg und Berlin. Und so begann Don auch in dieser Richtung zu recherieren. Die halbe Presselandschaft berichtete bereits zuvor über die neue Boocompany und dass bei der neuen Boocompany nicht nur Boos über die New Economy gepostet werden können, sondern Boos oder Insiders zu allen nur möglichen Vereinen. Nur nicht über den Verein Wikimedia Deutschland e.V., wenn es um Tron geht.

Don Wikidonso, meine lieben Kinder, hatte nunmehr eine grossartige Idee, wie man der Boocompany eine Falle stellen könnte, um so indirekt auch einmal die Vertrauens- und Glaubwürdigkeit zu prüfen. Aufgrund der bekannten Softwareschwachstellen der Boocompany.com, über die sich Lanu trotz der Sicherheitsempfehlungen hinwegsetzte, postete er beim vierten Versuch einen echten Insider über die Wikimedia Deutschland e.V., den er mit FvMM's Artikel "Wann kündigt Jimbo der Wikimedia Deutschland?" miteinander verbunden hatte. Er baute wie bei Boris F. und Tron noch ein paar andere Weiterleitungsbeispiele wie die zur Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gerhard Schröder hinzu, um zu sehen, wer hierauf anspringen wird. Ein Köder par excellence alla Boonese vom Feinsten. Und der Fisch, der von oben stinkt, hat auf diesen Köder angebissen:

Foto - Boo Insider über Wikimedia von Boocompany gelöscht


Unser guter alte Arne Klempert - der Domaininhaber der Wikipedia.de, der für die Weiterleitung zu Boris F. und den einstweiligen Verfügungen mitverantwortlich ist - begann aufgrund dieser sehr heiklen Insider-Information von Don Wikidonso mit "ein Fisch für den OP" wild aufzukreischen. Wie nur konnte es passieren, dass die Insiderinformationen von Don Wikidonso 2.0 vom Verein nach aussen gelangte? Ausgerechnet bei der Boocompany von Lanu? Und wie ist die Reaktion bei der Boocompany? Nach den drei Boo-Löschungen wurde auch diese Insider-Information von der Wikiboocompany gelöscht. Die Boocompany, die Wikipedia.de und die Wikimedia Deutschland e.V., sie arbeiten zusammen.

Foto - Sicherheitslücke bei Boocompany lässt Wikimedia auffliegen


Deswegen wird die Wikipedia dort auch nicht geboot und Insiderinformationen werden dort erst Recht versucht, unter den Tisch zu kehren, insbesondere dann, wenn es um Tron geht. Die Presselandschaft wird geformt. Wie beim deutschen Fräulein Pedia.

CEOs aka Wikiboodianer-Häuptlinge

Damit schliesst sich der Kreis dieser wunderschönen Geschichte, meine lieben Kinder. Und wenn Arne von der Wikimedia Deutschland e.V. nicht gestorben ist, so postet er noch heute bei der Boocompany als geheimer Sentinel oder er kontrolliert seine Wikipedia auf Boos oder Insiders. In Berlin wäscht die eine Hand die andere und es gibt Hamburger dazu.

Und das, meine lieben Kinder, war die lustige Geschichte über Arne und seine fröhlichen Freunde, die sich selbst verpetzt haben. Die, die sich selbst mit einem etwas geringeren Bildungsgrad als idiótes oder zu lateinisch idiota, idiotes geoutet haben, weil die Wikiboodianer-Häuptlinge doch tatsächlich geglaubt haben, wir, die lieben Kinder, würden da nicht draufkommen. Ihr könnt Euch jetzt darüber kaputtlachen, wie man die anderen von der Wikipedia schon die ganze Zeit reingelegt hat. Oder darauf spucken.
 

Update: Zu diesem Fall gibt die Pressemitteilung "Wikipedia und Boocompany ignorieren Sicherheitslücke".

(Co-Autor: Don Wikidonso; Herzlichen Dank an Don Wikidonso für die Mitarbeit zu den von der WikiBoocompany gelöschten Boos und unterdrückten Insiderinformationen über die Wikimedia, die man auf der Boocompany leider nicht veröffentlicht sehen möchte)

Mittwoch, Januar 25, 2006

Wikipedia: Wann kündigt Jimbo der Wikimedia Deutschland?

Die Wikimedia Deutschland e.V. hat sich bekanntlich dafür eingesetzt, dass der linke Herr Link mit seinem Exhibionismus und Familiennamenfetisch gegen Kaution wieder rausgelassen wird. Doch damit wird die Sache eigentlich erst recht umso mehr mysteriös.

Nach den offiziellen Angaben und zahlreichen Presseberichten darf man wieder weiterleiten. So wird jedenfalls im Grossen und Ganzen dieser Eindruck erweckt. Man leitet auch weiter. Allerdings nicht mehr so, wie es vorher war:

www.wikipedia.de/wiki/Boris_Familienname
nach
www.de.wikipedia.org/wiki/Boris_Familienname

Die Weiterleitung geht nämlich direkt auf die hauseigene Spendenseite, wo man um Geld bettelt, unter anderem für die Prozessfinanzierung gegen die Eltern von Tron. Egal, welchen Begriff man sucht, man landet immer bei dieser ominösen Spendengelderseite. Im Grunde genommen wäre es dann eigentlich gar keine echte Weiterleitung, insbesondere die Gleiche von Deutschland nach USA wie es vorher der Fall war. Sie wäre dann vielmehr eher eine Ersatzseite bis zur weiteren Klärung im Verfügungsverfahren. Dann aber ist es gar keine echte redirect-technische Weiterleitung.

Daraus lässt sich zum Beispiel folgendes spekulieren:

  1. Die Wikimedia konnte die 500,- Euro für die Kaution gar nicht bezahlen und deswegen ist die früherere Weiterleitung von Deutschland nach USA gar nicht aktiv. Dann wäre es eine PR-Ente und zahlreiche Medien sind auf die PR-Masche "Wikimedia darf wieder weiterleiten" hereingefallen.

  2. Oder sie wollten die 500,- Euro Kaution gar nicht bezahlen, haben die 500,- Euro aber trotzdem bezahlt, allerdings nicht um wieder so wie früher weiterzuleiten, sondern einfach nur aus PR-Gründen für das Motto "Wikipedia darf wieder weiterleiten", wobei sie aber mit Absicht nicht mehr so weiterleitet wie früher. Und das braucht keiner zu wissen.

  3. Oder sie haben die 500,- Euro Kaution gerne bezahlt, damit sie offiziell wieder von Deutschland nach USA weiterleiten dürfen. Warum aber landet man dann auf der hauseigenen Spendenaufforderungsseite anstelle in den USA zu den Artikels? Inoffiziell also um die Gunst der Stunde der eigenen Spendenkasse zu nutzen. Und diese eben zu missbrauchen.


Welche Möglichkeiten gäbe es sonst noch? Im Grunde genommen keine, denn: Entweder, es wird weitergeleitet oder es wird eben nicht weitergeleitet. Man darf das nicht falsch verstehen, was die Wikipedia meinen könnte:

  1. Entweder existiert die Weiterleitung. Oder die Weiterleitung existiert nicht. Weil wenn die Weiterleitung nicht existiert, kann sie logischerweise auch nicht existieren und was nicht existiert, kann man auch nicht weiterleiten. Warum zahlen sie dann die 500,- Euro Kaution für etwas, was man gar nicht weiterleiten kann, wo die Weiterleitung gerade nicht funktioniert? Um den Eltern von Tron mit dem "Wikipedia darf wieder weiterleiten" ganz schmutzig eines auszuwischen.


Gäbe es auch ein "sowohl als auch"? Zum Beispiel: Obwohl die Kaution nicht bezahlt ist, leitet man trotzdem weiter und verstösst gegen die einstweilige Verfügung. Dann wäre eigentlich ein Ordnungsgeld bis zu 250.000,- Euro oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten fällig. Schliesslich geht der Hyperlink auf der Spendenaufforderungsseite der Wikimedia Deutschland e.V. gerade in die USA, wo sich dort der vollständige Familienname von Boris F. befindet. In diesem Falle würde das bedeuten, dass man gar nicht für die Weiterleitung 500,- Euro Kaution bezahlt hat, sondern nur für diesen einen Hyperlink von der www.wikipedia.de zur de.wikipedia.org/Hauptseite. Ein Link, der eigentlich gar keine Bedeutung hat und den man aber trotzdem setzt, um damit in den Fall der klassischen Mitstörerhaftung hineinzurauschen. Oder man hat die 500,- Euro für etwas bezahlt, was gar keinen Einfluss auf die einstweilige Verfügung haben kann.

Von Transparenz nicht einen Hauch davon etwas zu spüren. Im Gegenteil: Der Verdacht liegt nahe, dass hier ein abgekartetes Spiel bei der Wikipedia stattfindet, von dem das öffentliche Interesse und ein Vereinsmitglied nichts zu erfahren haben darf. Der Verdacht erhärtet sich auch noch dadurch, weil es doch eigentlich jedem auffallen muss, dass hier bei den zahlreichen Presseberichten a la "Pro-Wikipedia" etwas nicht stimmt. Irgendwo ist ein Widerspruch in den Weiterleitungen zu finden. Der ganze Verdacht beginnt spätestens dann von einer Verschwörungstheorie zu einem möglichen Realismus umzuschlagen, wenn man die Wikipedia mit den folgenden Tatsachen konfrontiert:

Gäbe es Boris Familienname nicht, könnte man auch nicht weiterleiten. Die Weiterleitung zu den eigenen Spendenseiten funktioniert aber trotzdem:

http://www.wikipedia.de/wiki/Boris_Familienname

Eine neue einstweilige Verfügung könnte folgedessen zum Beispiel diesen Tenor haben:

"Die Wikimedia Deutschland e.V. hat es zu unterlassen, im Kampf gegen Boris Eltern den guten Familiennamen dazu zu missbrauchen, um eben mit dieser technischen Schaltung www.wikipedia.de/wiki/Boris_Familienname den Prozess gegen die Eltern von Boris Familienname zu finanzieren."


Auf deutsch: Die Wikimedia Deutschland e.V. dürfte zwar nicht mehr auf die Inhalte von Boris Familienname weiterleiten, also wird der gesamten deutsche Verkehr auf die Spendenaufforderungsseite umgeleitet, um den Prozess gegen die Eltern zu finanzieren. Why not? Selbst auch der Lawblogger spricht bei den neuen mysteriösen Weiterleitungen von einem selbstinszenierten Staatsdrama.

Ob jedoch die amerikanische Wikimedia Foundation Inc. mit Jimmy Wales damit einverstanden sein wird, dass der gute Wikipedia-Name für solche hausinterne Vereinszwecke missbraucht werden darf, kann im Hinblick auf die Vereinssatzung zur amtsgerichtlichen e.V.-Eintragung und den Verträgen bezweifelt werden. Formaljuristisch: Jimmy Wales kann dem Domaininhaber wikipedia.de fristlos kündigen und die Aufgabe der Betreuung der wikipedia.de jemanden anderem übertragen. Dann wäre auch der Prozess rund um die einstweilige Verfügung gegen den derzeitigen Domaininhaber vor dem AG Berlin auf einen Schlag erledigt. Und Wikimedia Deutschland e.V. tot wie ein Türnagel.

Eines ist sicher: Weitergeleitet, so wie es vorher war, das ist jedenfalls mit dem Stand vom 24.01.2006, also seit fast einer Woche, nicht der Fall. Auch wenn es in der Presse anders dargestellt wird. Aus welchen Gründen auch immer.

Dienstag, Januar 24, 2006

Hanna K: Wikimedia verliert erneut in der Wikirena

Mit Tamnny S. hat es nicht geklappt und der vollständig ausgeschriebene Familienname musste zwangsweise bei Wikipedia gestrichen werden. Bei Boris F. gab es bereits zwei einstweilige Verfügungen gegen die beiden Wikimedias. Und in der Sache Hanna K. hat die Wikimedia Deutschland e.V. den Schwanz gleich eingezogen, so die Mitteilung beim Amtsgericht Berlin Tempelhof-Kreuzberg unter dem Az. 13 C 1014/05.

Heute wäre ein guter Tag zum Sterben für die deutschen Admins. Doch die schwer angeschlagenen Gladiatoren der Wikiprawda Wikipedia geben nicht auf. Das vermag durchaus auch verständlich sein, wo gerade das Kostenrisiko freilich auf die Kappe der doofen Spender gehen kann. Ein wenig Schmarozertum darf es bei all der Schlachten in der Wikirena schon noch sein. Der Spender löhnt doch immer. Und solange die Hosentaschen der Wikimedia prall gefüllt werden, lassen sich in diversen Wikirenas sogar Heim- und Auswärtsspiele in der Champions-League der administratorischen Gladiatoren durchführen. Es führen halt immer irgendwie viele Wege nach Rom. So zum Beispiel jetzt auch bei der Wikipedia in Italien. Es gibt jetzt wieder ein Auswärtsspiel in Sachen Boris F. Viva La Tron!