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Sonntag, Januar 29, 2006

Bluff der Woche: Wikipedia gewinnt

Es gibt im Internet, vor allem bei Wikipedia, Leute in den Insiderkreisen, die können in der Tron-Sache nicht an weise und faire Entscheidungen von Richtern des Amtsgericht Berlin glauben. Zum Beispiel der kreischende Andreas Praefcke mit seinem "Hehe, so einen Blödsinn hab ich lange nicht gelesen. Guter Gag". Oder zum Beispiel einer von den verantwortlichen Wikipedia-Administratoren, der anonym bleiben möchte, mit seinem "Mann, so blöd kann man ja kaum mehr sein, das gehört polizeilich verboten. Es ist keine Domain, es ist auch keine Subdomain. Nachsitzen!", obwohl www.wikipedia.de/Familienname wie auch bei ourworld.compuserve.com/Familienname sehr wohl eine Domain ist und einen Bezug zum Familiennamen herstellt.

Es gibt aber auch Insiders bei Wikipedia, die wissen, dass es einen von vielen Iaals gibt, der die einstweilige Verfügung vorhergesagt und am 12.01.2006 davor gewarnt hatte. Aber dem hatte man mit löserischen Argument einer trolligen Verschwörungstheorie nicht geglaubt. Umso intensiver war dann später auch der Überraschungseffekt bei der Wikipedia, als dann tatsächlich am 17.01.2006 die von Iaal vorhergesagte einstweilige Verfügung gegen Wikimedia Deutschland e.V. eintraf.

Wenn eine Vorhersage getroffen wird oder ein alter §§-Hase seine Befürchtung als Meinung der Wikipedia mitteilt, wie das Amtsgericht Berlin denken könnte, und damit eine ganze Palette an Rechtsanwälte und Spitzenjuristen in Grund und Boden blamiert, denn spricht man bei dem Wikipedia-Administrator C. Löser von einem Verfolgungswahn. Oder man irreführt das Publikum mit einem "Ich würde nicht sagen, daß drei Tage Nachrichtenvorhersage was mit Verfolgungswahn zu tun haben. Diese Leute sind Feinde von Wikipedia" und "Solche Parasiten wird es immer wieder geben" - ohne dass Iaal auch nur einen Finger rührte, denn sein Wink mit dem Zaunpfahl war schliesslich nur seine Meinung. Wie verhext das nur sein konnte, vom Stuhl sind die Hexenverfolger dann nachher alle gefallen, dank sei dem Spendensammler Mathias Schindler, den man bitte nicht mit dem Spendensammler von Dr. Kohl verwechseln darf.

Und weil die Geschichte und der ganze Verlauf über diese einstweilige Verfügung so schön erheiternd und blamabel für die sturen Betonköpfe von Wikipedia Wikiprawda war, und weil - wie anders soll es auch sein bei der Wikipedia, wenn unnötige Kosten freilich immer irgendwie auf die Kappe der Spender gehen dürfen ohne dass laut der Vereinssatzung ein Vereinsbeschluss existiert, der es erlaubt hätte, überhaupt Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung einlegen zu dürfen um nicht vorsätzlich eigenmächtig zu handeln - man auch nicht an die Schlappe vor dem Amtsgericht Berlin glaubt, sei es auch einmal mehr Iaal gestattet, fies zu bluffen:

"...Der Verfügungsbeklagte Wikimedia Deutschland e.V., vertreten durch den unbekannten Vorstand, haben den Sachvortrag schlüssig vorgetragen und mit dem Ausdruck der Dokumentation fvmm.blogspot.com ff. glaubhaft gemacht, dass sie nicht Inhaber des Domainnamens wikipedia.de sind und somit nicht für die rechtswidrige Weiterleitungsschaltung verantwortlich sein können. Aus diesem Grunde war die einstweilige Verfügung aufzuheben. Anderweitige verfügungsrechtliche Ansprüche bleiben davon unberührt, können jedoch in einer eigenen Verfügungssache gegen den tatsächlichen Domaininhaber Arne Klempert geltend gemacht werden, da sowohl die Dringlichkeit als auch die Wiederholungsgefahr zu bejahen ist. (Rs. T-339/00 R EuGH Slg. 2001 II - 1721 vom 15.06.2001; Verordnung (EG) Nr. 1896/2000; Richtlinie 98/8/EG)..."


Sich selbst reimende Wikipedianers wie der sich über das Amtsgericht Berlin lustig machende Andreas Praefcke oder der böse zensierende Stephan Teschke, oder andere anonyme Administratoren der Wikipedia können diese oben vorgetragene Entscheidung jetzt glauben, oder auch im Hinblick zur sittenwidrigen Verwässerung von Persönlichkeitsrechten das nicht glauben. Sie brauchen bezüglicher Qualitätsfragen zu berühmten Dozenten nicht zu wissen, dass der andere Iaal beispielsweise in Sachen

"...09. LG Mue - 01 HKO 1317/98 - 26-01.1998 - 3D PC Explorer; 10. LG Mue - 04 HKO 3638/98 - 03.03.1998 - 3DexPlorer ; 13. LG Mue - 09 HKO 3868/98 - 05.03.1998 - 3DEXPlorer ; 07. LG Mue - 17 HKO 4540/98 - 23.04.1998 - iXplorer ; 12. LG Mue - 01 HKO 8859/98 - 19.05.1998 - explorer.de ; 11. LG Mue - 17 HKO 9192/98 - 25.05.1998 - explorer.de ; 03. LG Mue - 04 HKO 9760/99 - 08.06.1999 - FTP-Explorer ; 04. LG Mue - 09 HKO 12373/99 - 20.07.1999 - FTP-Explorer ; 06. LG Mue - 17 HKO 12376/99 - 21.07.1999 - FTP-Explorer ; 02. LG Mue - 09 HKO 22119/99 - 23.12.1999 - FTP-Explorer ; 01. LG Mue - 07 HKO 21194/99 - 09.02.2000 - FTP-Explorer ; 05. LG Mue - 04 HKO 22444/99 - 30.12.1999 - FTP-Explorer ; 21. LG Mue - 04 HKO 21648/00 - 25.01.2001 - FTP-Explorer ; 15. OLG Mue - 06 W 1563/99 - 30.04.1999 - FTP-Explorer ; 19. OLG Mue - 06 U 4564/99 - 23.12.1999 - (aus 9 HKO 6873/99) ; 17. OLG Mue - 06 W 1246/00 - 13.04.2000 - FTP-Explorer ; 20. OLG Mue - 06 U 2561/01 - 02.08.2001 - (aus 4 HKO 21648/00) ; 08. OLG Due - 20 U 78/98 - 24.11.1998 - 3DexPlorer ; 16. LG Koe - 31 O 48/99 - 20.01.1999 - Telco Explorer ; 14. LG Nue - 04 HKO 481/99 - 14.04.1999 - 3DexPlorer ; 18. OLG Ha - 04 U 33/01 - 15.05.2001 - FTP-Explorer;..."


bei deutschen Gerichten tätig gewesen ist, bevor er dann nachher als Markenkiller nebst der deutschen Webspace-Marke auch die europäische EU-Marke "Explorer" wegen Bösgläubigkeit, Lizenzerpressung und absoluter Schutzhindernisse in Alicante in Spanien bei dem EU-Markengericht OAMI rechtskräftig zur Löschung gebracht hat (C 238667/367). Böse Parasiten, Markenpiraten und borcherische Dotcomtöter, alles müssen sie bei der scheinheiligen Wikiboodia gagabuttmachen, Richter beim Bundesgerichtshof sind Trolle und das Amtsgericht Berlin gehöre natürlich polizeilich verboten. Hoch lebe Wikipedia mit seiner Wikipolizei, hoch lebe das unter Piratenflagge fahrende Narrenschiff unter der Führung von Captain Morgain Anneke Wolf.

Update: Etwa eine Stunde nach diesem Blogeintrag wurde Anneke Wolf beurlaubt. DW.

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